Mensch erwache - Dein Paradies zerbricht
Du erschaust vieles, doch sehen tust Du nicht
Blind nimmst wahr Du die Deine Wirklichkeit
Wälzt Dich schmachtend im Selbstmitleid

Als Kind Du geboren, alles steht Dir offen
Dicht gedrängt liegen Bangen und Hoffen
Das Sein im Vernunftschein liegt verborgen
Oberflächlich Du erkennst nur Deine Sorgen

Bald schon steht fest wohin die Reise geht
Von Anbeginn an dies geschrieben steht
Überholte Ziele zerbröckeln zu Staub
Verwehen im Nichts, Dein Ohr ist taub

Verstummende Schreie das Leben lassen erbeben
Veränderung erhofft; doch sie wird es nicht geben
Im Kampf mit dem Ich Du wirst unterliegen
Bis aufs Blut geschieht Dein bekriegen
Handle wie bisher - Du wirst bald nicht mehr sein
So wie geboren, verlässt die Welt Du klein
Im Labyrinth Dein Atem kläglich erstirbt
Planet Blau erblüht, da es Dich nicht mehr gibt

Aufgeteilt die Eine in diverse Glaubenswelten
Nein - sie nicht dürfen als Einheit gelten
Im Verfall, der Ruin menschlicher Arten
Unerreicht bleibt Edens Garten

Erinnerung still versinkt im Zeitennebel
Drohendes Nichts rasselt mit dem Säbel
Mensch erwache - Dein Paradies zerbricht
Du erschautest vieles, doch gesehen hast Du nicht

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 ERSTVERÖFFENTLICHUNG 2009 - Projekt D.I. »Part I«


© by Jens K. Berg, 2008